Backe, backe Kuchen, Best Baker hat gerufen!

weihnachtliche Backtradition: Der Christstollen

Was in der Weihnachtszeit als Gebäck nirgends fehlen sollte, ist ein Christstollen, der eine lange Tradition hat und sich aus dem ursprünglichen „Christbrot“ aus dem 14. Jahrhundert entwickelt hat.
Dieses war ein Gemisch aus Mehl, Hefe und Wasser, wogegen heutige Stollen aus Hefeteig, Butter und anderen Fetten, Rosinen (gerne in Rum eingelegt), Zitronen- und Orangenaromen und Mandeln hergestellt und mit Puderzucker bestäubt werden. In Dresden wurden die Christstollen früher als „Striezel“ bezeichnet, wodurch auch der dortige „Striezelmarkt“ seinen Namen erhielt. Seit 1500 wurde in der Stadt das „Christbrod uff Weihnachten“ verkauft, sodass sich nach und nach der Name „Dresdner Stollen“ durchsetzen konnte, der seit 1997 nur für in Dresden gebackenen Christstollen genutzt werden darf. Backt man beim zugezogenen Rollo in der Küche selbst Dresdner Stollen, darf man ihn dagegen nur als „Stollen nach Dresdner Art“ bezeichnen – was jedoch im Familienkreis kaum so gehandhabt wird.

Mittlerweile findet man z.B. auch „Bremer Klaben“, „Westfalenbäckerstollen“, „Kölner Stollen“ oder „Münchner Kindl Stollen“, wenn diese in der Region hergestellt wurden. Man unterscheidet zudem unter anderem zwischen Mandelstollen, Butterstollen, Mohnstollen, Nussstollen, Champagnerstollen, Rotweinstollen und Quarkstollen, um jedem Geschmack gerecht zu werden. Der Christstollen schmeckt nicht nur zu Hause oder auf dem Weihnachtsmarkt, sondern auch in Firmenpausen, nachdem die Chefs geschäftliche Weihnachtskarten verschickt haben. Er kann zu Kaffee und Tee, aber auch zu Glühwein gegessen werden und schmeckt wohl immer noch am besten, wenn man ihn selbst gebacken hat. Ratsam ist es, sich dabei an das Rezept zu halten, damit das Gebäck auch gelingt. Viele dieser findet man online, teils auch mit Bildern, und kann sich so während sich die Dompyramiden schon drehen bei Weihnachtsmusik ans Kreieren der Spezialität herantrauen.

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